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Förderung von „Kontaktstellen Musik“ 2010

21.12.2009

In den vergangenen Jahren wurden die Projekte etlicher „Kontaktstellen Musik“ bereits von den Trägern der regionalisierten Kulturförderung bezuschusst. Denn die ALLviN-Mitglieder haben seit 2005 gegenüber dem Land eine allgemeine Verpflichtung zur Förderung der Kultur in ihren Regionen übernommen. Die Zielvereinbarungen legen jedoch in keinem Bereich Quoten oder bestimmte Verpflichtungen gegenüber einzelnen Adressaten fest. Darin kommt die von beiden Seiten gewollte regionale Autonomie bei der Festlegung von Förderzielen, -prioritäten und -verfahren zum Ausdruck. Eine landesweite Festlegung von bestimmten Fördervolumina und -instrumenten für die Kontaktstellen – wie in der „Gifhorner Erklärung“ des Landesmusikrates gefordert – ist mit diesem Ansatz weder kulturpolitisch noch praktisch vereinbar.
Für 2010 werden nun letztmalig 50.000 € an Landesmitteln zur Verfügung stehen, die gemäß dem üblichen Schlüssel den regionalen Trägern zusätzlich zugeteilt werden sollen, um Kontaktstellen zu fördern. (Das Ende 2009 kursierende Gerücht, die regionalisierten Landesmittel würden 2010 um 1 Mio. Euro erhöht, entbehrt jeder Grundlage.) Damit bekommen Kontaktstellen nun das formale Anrecht, Anträge bei den regionalen Trägern zu stellen, nicht jedoch den Anspruch auf eine Förderung in bestimmter Höhe. Ab 2011 wird es diese besonderen Landesmittel nicht mehr geben, weil dieses Förderprogramm des Landes, das bisher vom Landesmusikrat betreut wurde, von Anfang an als Anschubfinanzierung gedacht war. Spätestens dann werden die Kontaktstellen den Antragstellern aus den anderen Kultursparten gleich gestellt sein und sich vor Ort mit überzeugenden Projektideen dem Wettbewerb um die knappen Fördermittel stellen müssen.
Ab 2010 ist also für die Kontaktstellen das Engagement und die Mittel-Akquise in den Regionen noch wichtiger als bisher. Den Vertretern der Kontaktstellen ist anzuraten – sofern nicht schon geschehen –, den Kontakt mit Arbeitsgruppen, Gremien und Vertretern der Landschaften und Landschaftsverbände zu suchen. Konstruktive Mitarbeit ist hier immer willkommen!